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Der Mythos „Ein Release Liner passt für alle“: Warum die Klebstoffchemie Spezifität erfordert

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Viele Teams verwenden standardmäßig einen Standardliner für alle Anwendungen, in der Annahme, dass er für alle Klebstoffe geeignet ist. Aber was bei einem PSA perfekt funktioniert, kann bei einem anderen völlig versagen.

Die Wechselwirkung zwischen Klebstoffchemie und Silikontrennbeschichtung ist einer der am meisten missverstandenen Bereiche in der Trennfolienindustrie.

Betrachten Sie diese Beispiele:
– Acrylate auf Wasserbasis erfordern oft eine geringere Vernetzungsdichte des Silikons, um ein sprunghaftes Ablösen und Geräusche zu vermeiden
– Schmelzklebstoffe bevorzugen eine hochvernetzte Silikonschicht, um eine Übertragung oder ein Verkleben beim Kaltfluss zu verhindern
– UV-gehärtete Klebstoffe können sich zu aggressiv mit unzureichend gehärteten Silikonen verbinden, was zum Reißen des Trägermaterials oder zum Versagen der Verankerung führen kann
– Silikonklebstoffe können spezielle Fluorsilikone oder differentiell ablösende Trägermaterialien erfordern, um Migration und Reibung zu vermeiden

Hinzu kommen Prozessschwankungen, wie z.B. schwankendes Schichtgewicht, Aushärtungstemperatur oder Oberflächenenergie des Substrats – und selbst kleine Änderungen können ein System aus dem Konzept bringen.

In einem Fall führte ein Kunde einen universellen Liner für fünf PSA-Typen ein. Innerhalb von sechs Wochen kam es zu einem 22-prozentigen Anstieg der Kundenbeschwerden aufgrund von Rollenblockaden, statischer Aufladung und unvollständiger Übertragung.

Es gibt keinen universellen Release Liner. Jeder Klebstoff erfordert eine maßgeschneiderte Kombination aus Trennchemie, Substrat und Prozessbedingungen.

Die Leistung von Liner ist nicht selbstverständlich. Sie ist konstruiert!

Ist Ihr Liner auf Ihren Klebstoff abgestimmt oder haben Sie ihn nur aus Gewohnheit ausgewählt?

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