Einige Anbieter versprechen es. Einige Verarbeiter nehmen es an. Aber in der realen Welt der Silikonsysteme ist eine 100%ige Resthaftungsrate nicht immer das, was sie zu sein scheint.
Die Resthaftungsrate (RAR) misst die Kraft, die erforderlich ist, um einen Klebstoff nach zwei Zyklen von derselben Trägerfolie abzuziehen – im Vergleich zum ersten Abziehen. Sie spiegelt die Fähigkeit des Trägermaterials wider, seine Ablöseleistung im Laufe der Zeit aufrechtzuerhalten, insbesondere bei Belastung, Lagerung oder Verarbeitung.
Ein paar wichtige Fakten, die jeder Ingenieur kennen sollte:
– UV-härtende Silikone erreichen oft eine RAR von nahezu 100%, da das Netzwerk während der Belichtung dicht vernetzt wird.
– Thermisch härtende Silikone, insbesondere lösungsmittelfreie, erreichen in der Regel 85-95%, je nach Ofenprofil und Verankerungsqualität.
– Wenn die RAR unter 70 % fällt, liegt wahrscheinlich ein Fall von Desilikonisierung vor – ein deutliches Zeichen für eine Unterhärtung, Überbehandlung oder schlechte Verankerung.
– Wenn ein Lieferant immer 100 % RAR angibt – für alle Produkttypen, Klebstoffe, Substrate und Linien -, sollten Sie vorsichtig sein.
Warum ist das wichtig?
Denn ein niedriger RAR-Wert bedeutet:
– Erhöhtes Risiko, dass das Trägermaterial bei der Verarbeitung klebt oder reißt
– Höheres Risiko der Klebstoffübertragung
– Schlechte Leistung bei Hitze, Feuchtigkeit oder Verweilzeit
RAR ist nicht nur ein Laborwert. Er ist ein Zeichen dafür, ob sich Ihr Liner während des gesamten Lebenszyklus Ihres PSA-Produkts vorhersehbar verhalten wird.
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