PET-Liner werden weithin für ihre Stärke, Klarheit und Formstabilität gelobt. Aber das vergessen zu viele Verarbeiter:
PET ist nicht thermisch inert. Es schrumpft.
Und bei Präzisionslaminatanwendungen – wie optischen Folien, elektronischen Etiketten oder gestanzten Komponenten – kann diese Schrumpfung Ihren gesamten Prozess zum Scheitern bringen.
Schon geringe Maßänderungen können zu folgenden Ergebnissen führen:
– Fehlausrichtung von Stanzmustern
– Belastung der Klebestellen
– Kräuselung oder Tunnelbildung in laminierten Baugruppen
– Toleranzstapelfehler in mehrschichtigen Konstruktionen
Was sind die Ursachen für die Schrumpfung von PET-Liner?
– Aushärtung im Ofen bei über 90-100°C mit ungleichmäßiger Luftgeschwindigkeit
– Ungleiche Spannung beim Beschichten und Aufwickeln
– Wärmeeinwirkung nach der Verarbeitung (z.B. beim Laminieren oder Prägen)
– Falsche Handhabung der Bahn beim Aufwickeln oder Schneiden
Und jetzt kommt der Knackpunkt: PET ist nicht gleich PET. Die Schrumpfungsraten können von Anbieter zu Anbieter oder sogar von Charge zu Charge erheblich variieren, je nach Ausrichtung, Dicke und stabilisierenden Zusätzen.
Lösungen:
– Spezifizieren Sie die zulässige Schrumpfung (% MD/TD) in Ihrer Linerspezifikation
– Führen Sie thermische Schrumpfungstests bei jeder neuen PET-Charge durch
– Konditionieren Sie die Liner vor der Verarbeitung, um die Abmessungen zu stabilisieren
– Überwachen Sie das Verhalten des Laminats nach der Wärmeeinwirkung – nicht nur davor
Thermische Schrumpfung ist nicht nur ein Problem der Folie, sondern auch ein Problem der Systemzuverlässigkeit.
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