Ihre Stanzform sieht sauber aus. Ihr Klebstoff sieht scharf aus. Aber Ihre Verarbeitungslinie klemmt ständig – oder Ihr Etikett versagt beim Spenden.
Der Schuldige ist nicht unbedingt der Klebstoff oder das Obermaterial. Es könnte eine Beschädigung des Trägermaterials durch eine falsche Ausrichtung der Stanzform sein.
Bei der Hochgeschwindigkeits-PSA-Produktion kann selbst ein Versatz von 0,1 mm Folgendes verursachen:
– Messerdurchdringung durch das Obermaterial und in den Liner
– Mikrorisse oder Quetschungsspuren im Liner, die seine Steifigkeit schwächen
– Staubentwicklung und Matrizenbildung durch zerkleinertes Pergamin oder PET
– Schwankungen der Trennkraft aufgrund einer beeinträchtigten Silikonverankerung
Und jetzt kommt der Clou: Die Beschädigung des Trägermaterials zeigt sich möglicherweise erst viel später – beim Abwickeln der Rolle, beim Aufspenden der Etiketten oder beim Gebrauch durch den Kunden.
Gründe:
Der Stanzdruck ist für dünne Liner zu hoch eingestellt
– Abgenutzte Stanzformen oder ungleiche Stanzstationen
– Wechsel von PET- zu Papier-Linern ohne Anpassung der Stanztiefe
– Verwendung von Stanzformen mit ungleichmäßiger Messerschärfe oder -höhe
Worauf Sie achten sollten:
– Bruch des Trägermaterials während des Abwickelns
– Vorzeitiger Bruch des Trägermaterials in automatischen Dosiersystemen
– Fehlregistrierung durch uneinheitliche Abzugsspannung
– Erhöhte Abzugskraft oder zügiges Abziehen
Strategien zur Vorbeugung:
– Kalibrieren Sie den Matrizendruck sorgfältig, wenn Sie das Trägermaterial wechseln
– Verwenden Sie Unterlegscheiben oder mikrojustierbare Stationen für Aufträge mit engen Toleranzen
– Prüfen Sie die Schnittlinien unter Vergrößerung, um ein Durchschneiden frühzeitig zu erkennen
– Dokumentieren Sie die Spezifikationen des Trägermaterials (Flächengewicht, Messschieber, Modul) und passen Sie die Matrizenprofile an
Sie können den Schaden am Liner von oben nicht sehen. Aber Ihr Prozess wird es spüren.
Sind Ihre Stanzformen an Ihren Linern ausgerichtet – oder nur an der obersten Schicht?
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