Sie betreiben einen Reinraum. Ihre Beschichtung ist makellos. Ihr Substrat ist gut ausgerichtet. Und doch finden Sie immer wieder feine Staubpartikel am Rand der Bahn.
Es handelt sich dabei um ein Kantenpuder, das nicht aus Ihrer Umgebung stammt. Es kommt von Ihrem Schneideprozess.
Kantenbepuderung tritt auf, wenn:
– Das Schneidemesser erzeugt Mikrobrüche in Pergamin- oder PET-Linern
– Kalandrierte Papiere werden zu aggressiv geschnitten, was zu Faserabbrüchen führt
– Der Messerdruck oder die Überlappung ist zu hoch
– Die Bahn wird unter hoher oder instabiler Spannung geschnitten
– Ambosswalzen sind falsch ausgerichtet oder abgenutzt
Das Ergebnis:
– Staubablagerungen im Rolleninneren
– Verunreinigungen des Druckkopfes im digitalen Etikettendruck
– Rollneigung der Etikettenkanten durch gestörte Beschichtungszonen
– Optische Inspektionsfehler aufgrund von Streuverschmutzung
In einigen Produktionslinien wird die Kantenbestäubung verwechselt mit:
– Bruch des gestanzten Trägermaterials
– Statisch bedingte Staubanziehung
– Kontamination durch vorgelagerte Handhabung
Aber in Wirklichkeit beginnt es an der Klingenkante – und bleibt oft unbemerkt, bis die Rollen den Konverter erreichen.
So können Sie vorbeugen:
– Prüfen Sie die Schnittkanten regelmäßig unter Vergrößerung
– Verwenden Sie hochwertige, scharfe Klingen mit dem richtigen Winkel und der richtigen Überlappung
– Verringern Sie die Spannung beim Schneiden (insbesondere bei dünnen oder brüchigen Liner)
– Optimieren Sie die Schnittgeschwindigkeit, um die Faserbelastung zu minimieren
– Ziehen Sie den Austausch verschlissener Ambosswalzen oder die Verwendung von Vakuumkantenentfernung in Betracht
Sauber bedeutet nicht nur staubfrei. Es bedeutet mechanisch stabil.
Sind Ihre Kanten sauber – oder sehen sie nur sauber aus?
- Benötigen Sie eine kostenlose Beratung?